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DAMIT MÀ>ÀCHTE ICH JOSEF KRCEK BITTEN, EIN WEITERES STÀFÀCK VOR­ZUTRAGEN. 3.ÂXÂAnspracheÆ"Æ 4.ÂXÂMusikÆ"Æ 5.ÂXÂZum Werk von Monika Karlinger: Die Magierin, die hier vor mir steht, ist eine symbolhafte Darstellung der fÀGÀnf Sinne. Nach Darstellung von Frau Monika Karlinger macht der sensible und doch intensive Gebrauch unserer Sinne mÀÀchtig, ja magisch. Das Zeitrad stell ein Sym¬bol fÀGÀr den stÀÀndigen Kreislauf der Zeit dar. Die Zeit bedeutet Aus­gehen vom Ursprung und die RÀGÀckkehr.Æ"Æ ÂXÂDer Garten Eden steht fÀGÀr die vollkommene Harmonie.Æ"Æ ÂXÂDer Zeitzeuge kÀ?Ànnte auch den Titel Auge Gottes tra¬gen. Im ÀGÀbrigen lÀÀdt Frau Karlinger den Betrachter ein, ihre Werke anzuschauen, anzugreifen, zu erfÀGÀh¬šlen.Æ"Æ 6.ÁÁMiroslav Novotny 7.ÂXÂJulius ScherzerÆ"Æ 8.ÁÁZum Werk von Karl Leonhardsberger: ÂXÂEs ist Herrn Leonhardsberger leider nicht mÀ?Àglich aus Wertheim in Deutschland hierherzukommen. Ebenso haben gestern auch die Herren Jiri Doucha und Milos Jirovec angerufen und mitgeteilt, daÀÀ es ihnen nicht mÀ?Àglich ist, heute hier zu sein. Zu seinen Bil¬dern mÀ?Àchte ich nur ei­nen kurzen Ab¬satz aus seinem Buch zitieren: "Ich male keinen bestimmten Berg, keine bestimmte Land¬šschaft: ich male den geistigen Berg oder die geistige Landschaft in mir. Da aber die gesamte SchÀ?Àpfung in mir angelegt ist, wird jedes Bild in der Welt seine Entsprechung finden. Mit anderen Worten ausgedrÀGÀckt: jedes der gemalten Bilder wird Berge oder Landschaf¬ten, die es irgendwo gibt, inÔ´-(0˜.˜.ˆˆÔ der Vorstellungswelt des Be¬trachters hervorrufen. Also male ich einen Berg, und der Betrachter wird sagen: "Die­sen Berg kenne ich ja!"Æ"Æ 8.ÁÁLeon Einberger 9.ÂXÂSepp ViehauserÆ"Æ 10.ÂXÂFranz BrandnerÆ"Æ 11.ÂXÂEva JandejskovaÆ"Æ 12.ÂXÂEva DroppovaÆ"Æ 13.ÂXÂMilos JirovecÆ"Æ 14.ÂXÂHans Joachim SchulzÆ"Æ 15.ÂXÂJiri DouchaÆ"Æ 16.ÁÁFritz Kreis 17. Koreanische Vasen 18. ÂXÂMusikÆ"Æ 19.ÂXÂUND NUN BITTE ICH ZU EINEM KLEINEN BUFFET, DAS IM ESS¬ZIM­MER VON FRAU CHRISTINE RUHM VORBEREITET IST.Æ"ÆÔ”(0˜.˜.ˆˆÔ Ansprache zur ErÀ?Àffnung der 15. Kulturwochen im Haus šSchmied an der StraÀÀ in Gaflenz am 14. August 1994. Sehr geehrter Herr , verehrte Damen und Her¬ren, liebe Freunde. Im Gegensatz zu Dietlind Bauch, die seit 1980 die Kulturwo¬chen gestaltet, erlebe ich die Kulturwochen seit nunmehr 8 Jahren in wachsendem MaÀÀ als Familie. Das gilt sowohl von den aktiven KÀGÀnstlern wie auch vom Besucherkreis. Langsam wÀÀchst die Zahl, von Zeit zu Zeit kommt jemand dazu, wÀÀchst heran, fÀGÀhlt sich wohl, lÀÀÀÀt sich nieder. Manche ziehen aus, schauen aber immer wieder herein. Wir sind keine ge¬schlossene Gesellschaft, son­dern ein offenes Haus. Da gibt es viele GÀÀste und auch schon Freunde, die einfach dazuge¬hÀ?Àren. Am gestrigen Nachmittag, als Dietlind Bauch und Karl šGansch mit den Vorbereitungen zur Ausstellung im groÀÀen und ganzen fertig waren, nahm ich mir das Buch "Adoration Art" von Karl Leonhardsberger zur Hand. Viele SÀÀtze haben mich in¬spiriert. Sie haben mich sosehr inspiriert, daÀÀ ich den Wunsch verspÀGÀr­te, sie ihnen vorzulesen. Diesem Wunsch nachzukommen wÀGÀrde dem Sinn der Kul¬turwochen zwar gerecht wer¬den, doch den Rahmen dieses An¬las¬ses spren¬gen. So mÀ?Àchte ich nur den einen oder anderen Gedanken auf¬greifen. Dehio hat einmal gesagt: Kunst ist ein Fenster zu Gott. Wir betrachten nicht das Fenster, wir blicken durch es hin­šdurch, wir À?Àffnen es, um etwas gewahr zu werden, was weit šdrauÀÀen liegt, noch hinter den Dingen. Insoferne ist Kunst, wie Leonhardtsberger meint, Mittler zwischen zwei Welten. Das Kunstwerk À?Àffnet mich und leitet meinen Blick auf etwas ande­res, das nicht, noch nicht in mir zu finden ist. Ande¬rerseits kommt durch dieses Fenster etwas in mich hinein, was vorher nicht darin zu finden war. Ein ech¬tes und tiefes Kunstwerk ist immer eine BrÀGÀcke zu einer tieferen Wirklich¬keit, die mit un­seren physischen Sinnen nicht ohne weiteres wahrnehm¬bar ist. Wenn ein Kunstwerk in mir nichts auslÀ?Àst, nichts vermittelt, dann muÀÀ es nicht unbedingt am Kunstwerk lie¬gen. Ich kann auch mit dem RÀGÀcken zum Fenster stehen und ÀGÀberhaupt nicht inter­essiert sein, ÀGÀber meine eigenen Gren¬zen hinauszublicken. Damit so ein Fenster entstehen kann, muÀÀ eine Mauer durch¬bro­chen werden. Es ist die Mauer zwischen dieser zeitlich undÔ´-(0˜.˜.ˆˆÔ rÀÀumlich begrenzten und der ewigen Welt. Es die Mauer zwischen dem Hier und Jetzt und dem Dann und Dort. Es ist die Mauer zwischen physischer und geistiger Welt. Es ist die Mauer zwi­schen dir und mir, zwischen Mann und Frau. Es ist die Mauer zwischen den Rassen und VÀ?Àlkern, zwischen Religionen und Kon­fessio¬nen, zwischen Gott und Welt. Dieses Fenster in die Mauer zu brechen, ist harte Arbeit. Ein šKÀGÀnstler, der mit seinem Werk die Mauer durchbricht, hat oft ein schweres, mitunter qualvolles Leben. Dadurch, daÀÀ er gerufen ist, die Zukunft in das Jetzt zu holen, muÀÀ er damit einverstanden sein, daÀÀ ihm die Last der Geschichte auf die Schultern gelegt wird. Es geht ihm ja nicht darum, die Natur abzumalen, zu kopieren, weil sie so schÀ?Àn ist, sondern herauszufinden, warum sie so schÀ?Àn ist und diese Ursache und ihre innere GesetzmÀÀÀÀigkeit zugÀÀnglich zu ma¬chen. Diese Gabe des KÀGÀnstlers, seine Begabung ist šgleich¬zeitig seine Auf¬gabe. Seine Berufung ist Gnade, die ihn beflÀGÀgelt und BÀGÀr¬de, die ihn hemmt. In dem steten Rin¬gen mit sich selbst entsteht sein Werk, seine Botschaft. Die kÀGÀnstle­rische Technik, das ÀÀuÀÀere Ausdrucksmittel muÀÀ ihm gelÀÀufig sein, Routine. Nur so wird er imstande sein, das ÀÀuÀÀere der Innenwelt und das Innere der AuÀÀenwelt erfahrbar zu machen. Das Kunst¬werk wird ein In¬šstru¬ment zur Ver¬eini¬gung ge¬štrenn¬ter Welten. Ja, der KÀGÀnstler selbst erlebt und erfÀÀhrt in seinem Werk, wer und was er ist: Eine ganzheit¬liche, einmalige, šschÀ?Àpferische PersÀ?Ànlichkeit. Und der eigentliche Kern der PersÀ?Ànlichkeit ist die Kraft der Lie¬be, einer Liebe, die nie aufhÀ?Àrt, die immer wirkt und lebt, die sich selbst stÀÀndig vergiÀÀt um in etwas HÀ?Àheres einzu¬mÀGÀnden. Dadurch, daÀÀ wir un­ser innerstes Potential ent¬wiÇckǬkeln und zur Dar¬stellung brin­gen, also Liebe verwirklichen, entdecken wir, wer wir sein sol¬len. Diese Liebe ist die Kraft zur Einheit. Im ganzheitli­chen Werk, in der geistigen Ein¬heit, die im šKunstwerk zutage tritt, finden wir uns als Wesen der Ein¬heit, zur Einheit beru­fen. Ich denke, daÀÀ so gesehen ein KÀGÀnstler immer etwas Messia¬ni­sches in sich birgt. ÀFÀber alles Konfessionelle und Ritu¬elle hinaus ist demnach ein KÀGÀnstler ein religiÀ?Àser Mensch, ob er sich dessen nun bewuÀÀt ist oder nicht. Als dieser vermittel er eine Botschaft. Diese Botschaft muÀÀ sichtbar, hÀ?Àrbar, lesbar, erschaubar sein. Und diese Botschaft muÀÀ auch gelesen und erÔ´-(0˜.˜.ˆˆÔ®faÀÀt werden. Jeder Mensch kann auf irgendeinem Gebiet ein KÀGÀnstler sein, denn jeder Mensch hat schÀ?Àpferisches Potential in sich. Aber nicht alle Menschen entwickeln dieses Potential. So stehen wir oft staunend vor groÀÀen Kunstwerken und mei¬nen, daÀÀ nur deren SchÀ?Àpfer etwas zu sagen haben, wir aber nicht. Aber wir sind alle so einzigartig, daÀÀ wir einander immer et­was zu geben haben. Keiner hat die alles, keiner hat nichts. In der Liebe ist niemand austauschbar. Deswegen ist es unser Bestreben, anlÀÀÀÀlich der jÀÀhrlichen Kul­turwochen viele unterschiedliche KÀGÀnstler hier zu Wort, zu Bild, zu Ton kommen zu lassen, damit wir einander auf diese Weise bereichern und schlieÀÀlich zur Einheit gelan¬gen.